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Iranische Klänge für Reutter Musikszene
2017-11-13 12:30
Region West
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Iranische Klänge für Reutter Musikszene

Pop, Evergreens und persische Folklore erfüllten die Open Stage der Reutter “Kellerei“ – und etablierte drei iranische Asylwerber so in der Musikszene des Außerfern.

Die monatliche Open Stage Nacht im Lokal „Die Kellerei“ in Reutte ist ein Fixpunkt für MusikerInnen aus dem Außerfern, Bayern und Imst. Mit nötigem Talent und Mut darf hier jede und jeder die Bühne betreten, die Gäste des Lokals unterhalten und gemeinsam mit MusikerkollegInnen neue Stücke ausprobieren. Die Szene ist gut aufeinander eingespielt – aber dennoch immer auf der Suche nach frischem Talent.

Dieses frische Talent durfte Monika schon einige Male erleben. Sie ist Betreuerin in der Unterkunft für Asylwerbende in Reutte und weiß so über die Musikalität einiger BewohnerInnen nur allzu gut Bescheid. Die drei Iraner Nima (Gitarre, Gesang), Faraz (Gesang) und Misagh (Cajón) sollten nicht mehr nur ihre MitbewohnerIn mit ihrer Musik erfreuen – es war Zeit für das Rampenlicht!

Ein Gespräch mit der Kellerei, zahlreiche ausgeteilte Flyer und viele Probestunden später übernehmen die drei Asylwerber endlichen die Open Stage. Sie sind der erste Act des Abends, die Spannung des Publikums über den Neuzugang weicht schnell Begeisterung über die musikalische Bandbreite der Setliste: Über 45 Minuten spielen die Iraner traditionell persische Musik, europäischen Pop und gipfeln im Leonard Cohen Klassiker „Hallelujah.“ Die Freude der Musikfans hallt bei den Musikern nach: „Jeden 2. Freitag im Monat haben wir ein Konzert in Augsburg. Ich hätte die drei Iraner gern dabei. Ihre Art von Musik wäre ein Treffer!“, freut sich Reinhard, Gitarrist und Bassist aus Augsburg.

Für Betreuerin Monika war der Abend nicht nur musikalisch wertvoll: „Ich wusste, dass auch einheimische und deutsche Künstler an dieser Session teilnehmen. Es gelang uns, dass die drei Iraner mit exzellenten Interpreten aus der Umgebung zusammen auftreten durften.“

Musik braucht keine Vermittlung, keine Übersetzung: Sie entfaltet ihre Wirkung direkt, unabhängig von der Herkunft der Musizierenden und Zuhörenden. Wir danken in diesem Sinn den Musikern, Monika und den OrganisatorInnen der Kellerei für dieses schöne Beispiel gelebter Integration!

 

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