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"Resilienz-Stärke-Mut:" UNHCR Sonderberater eröffnet Langen Tag der Flucht
2017-10-03 09:25
Tiroler Soziale Dienste
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"Resilienz-Stärke-Mut:" UNHCR-Sonderberater eröffnet Langen Tag Flucht

Einblick durch Expertise: Udo Janz referiert zu Frauen auf der Flucht

Spannende Vorträge und Diskussionen bot die Eröffnungsveranstaltung zum Langen Tag der Flucht. Von einer in Tirol lebenden Asylwerberin bis zu New Yorks ehemaligen UNHCR-Direktor Udo Janz wurde die Situation von Frauen auf der Flucht global und lokal beleuchtet.

Fünf Jahre lang war Udo Janz Direktor des Flüchtlingshochkommissariats in New York – in seiner heutigen Rolle als Sonderberater des UNHCR referierte er am 28.09. am Management Center Innsbruck. Im Zuge der Eröffnungsveranstaltung zum diesjährigen Langen Tags der Flucht konzentrierte sich Janz auf ein tragendes Thema: Unter dem Titel „Resilienz-Stärke-Mut“ sprach er über die globale Situation von Frauen auf der Flucht. Frauen seien dabei gezielten geschlechtsspezifischen Fluchtgründen wie Unterdrückung, Zwangsverheiratung oder sexuellen Missbrauch ausgesetzt. Auch während der Flucht sind Frauen speziell vor Übergriffen gefährdet – von Mitflüchtenden, Sicherheitspersonal, Schleppern.

Ob der dramatischen Lage liefert Janz ein klares Plädoyer: Jenen Menschen, die nach Europa kommen, müsste mit Menschenwürde begegnet werden. Erfahrungen könne man hier aus ehemaligen erfolgreich bewältigten Fluchtbewegungen ziehen.

Berührender Erfahrungsbericht

Dass die Ausführungen des ehemaligen UNHCR New York Direktors auch in Tirol Relevanz haben, zeigt die Geschichte einer hier lebenden Asylwerberin aus Somalia, die diese im Anschluss von Udo Janz‘ Vortrag erzählt. Ihre jahrelange, tragische Fluchtgeschichte brachte sie aus Somalia nach Igls: Heute lebt die Schutzsuchende in der TSD-Unterkunft „Haus Liah.“ Die Einrichtung wurde speziell für Frauen wie sie ins Leben gerufen – sie gibt jenen weiblichen Asylsuchenden und deren Kindern eine neue Heimat, deren Geschichte und Lebenssituation besonderen Schutz und Fürsorge fordern. „Manche Frauen haben vor und während ihrer Flucht undenkbare Dinge durchgemacht. Heute höre ich sie nicht selten im und ums Haus laut gemeinsam auflachen“, erzählt Jennifer Hausberger, Leiterin des Haus Liah, von der Freude, endlich in Ruhe und Sicherheit leben zu können.

Danksagung

Wir danken dem Management Center Innsbruck sowie dem Verein Solidarität Igls für ihren Einsatz in der Organisation dieses spanenden Abends sowie den Bewohnerinnen des Hauses Liah für den Beweis ihrer Kochkünste! Besonderer Dank gilt auch unseren Vortragenden, von Udo Janz über Jennifer Hausberger bis zu den beiden Asylwerberinnen aus Somalia – diese Einblicke halfen, ein so brisantes Thema aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu betrachten.

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