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Europa Erfahren Und Mitgestalten
2018-02-20 10:36
Tiroler Soziale Dienste
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Europa Erfahren und Mitgestalten

"Was heißt es für mich, in der EU zu leben?" - Brainstorming unter den Jugendlichen

23 Jugendliche aus verschiedensten Nationen kamen vergangene Woche in Ebbs zusammen. Unter dem Motto „Aware and Active“ tauschte man sich über das Leben in der Europäischen Union aus – und gab so manchen Anstoß für die Zukunft.

Das Hotel in Ebbs ist bunt gefüllt. Die Jugendlichen aus acht Nationen - aus Afghanistan, Österreich, Italien, Iran, Palästina, Äthiopien, Ghana und Bosnien - unterhalten sich auf Deutsch. Die erste Schüchternheit ist schnell überwunden, schließlich muss man sich über die richtige Belegung der Zimmer einigen. Eingezogen und angekommen, finden sich die Jugendlichen pünktlich im hauseigenen Seminarraum ein. In den kommenden Tagen gibt’s viel zu tun.

„Aware and Active“ im interkulturellen Zusammenleben

Anstoß für dieses bunte Treffen ist das Projekt Aware and Active. Das vom EU-Programm „Erasmus+: Jugend in Aktion“ ins Leben gerufene Projekt wird in Österreich von der Nationalagentur Interkulturelles Zentrum Wien koordiniert. Das Programm möchte junge Menschen dabei unterstützen, sich aktiv für das gute Zusammenleben in einer weltoffenen und vielfältigen Gesellschaft einzusetzen. Am Ende stehen von den TeilnehmerInnen geschaffene Kampagnen und Aktionen, die das interkulturelle Zusammenleben im Umfeld der Jugendlichen verbessern und die gemeinsamen europäischen Werte verbreiten sollen.

In sieben europäischen Ländern finden Treffen unter dem Motto Aware and Active statt. Die TeilnehmerInnen in Ebbs waren dabei ein Sammelsurium an unterschiedlichsten Lebenslagen. Die Tiroler Sozialen Dienste luden junge AsylwerberInnen ein, vom Bildungsprojekt VERA (Vorbeikommen-Erleben-Arbeiten, Kaos Bildungsservice GmbH) nahmen 7 Jugendliche teil, außerdem waren ehrenamtliche HelferInnen Teil der Gruppe aus 9 Mädels und 14 Jungs im Alter zwischen 15 und 21 Jahren. Die Voraussetzungen für einen Austausch voller unterschiedlicher Blickwinkel waren also gegeben!

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme. „Was bedeutet es für mich, in der Europäischen Union zu leben?“, lautet die erste Frage am Donnerstagnachmittag. Reisefreiheit, internationale Freundschaften, Arbeits- und Bildungschancen heißt es da vonseiten der jungen EU-BürgerInnen. Diese Freiheiten hätten sie nicht, erwidern Asylsuchende. Dafür könnten sie hier endlich in Sicherheit leben.

4 Kampagnen für mehr Bewusstsein

Dass es auch innerhalb der EU noch so unterschiedliche Wahrnehmungen geben kann, überraschte doch so manche der TeilnehmerInnen. In den kommenden beiden Tagen erarbeiteten die Jugendlichen daher vier Kampagnen, die ihr Lebensumfeld zum Positiven beeinflussen sollten. Diese vier Aktionen widmen sich den Themen Bildung, Armut, Interkulturalität und Barrierefreiheit. So plant ein junger Asylwerber etwa eine Informationskampagne über Möglichkeiten zur Erwachsenenbildung in seinem Bekanntenkreis. Die zweite Gruppe organisiert einen Spendenlauf und eine weitere lädt zum gemeinsamen Koch- und Theaterabend.

Mehr als ein Workshop

Im Verlauf dieser zweieinhalb Tage haben die Jugendlichen der Tiroler Aware and Active Delegation so einiges gelernt – über die Europäische Union, gemeinsame Werte und unterschiedliche Problemfelder. Die Projektarbeit war dank dem großen Interesse aller Beteiligten produktiv und voller Ideen. Doch außerhalb dieses Ideenlabors förderten die Tage in Ebbs vor allem auch Freundschaften. Zusammen leben und arbeiten verbindet – so wurden Gruppenchats eingerichtet, Nummern ausgetauscht und sich auf Treffen in der Zukunft gefreut.

Bis Mai sollen die in Ebbs erarbeiteten Projekte umgesetzt werden. Danach, bei einem großen Zusammenkommen in Slowenien, entscheidet sich, ob die ein oder andere österreichische Idee auch international fortgesetzt wird.  

Wir von den Tiroler Sozialen Diensten danken unserer Organisatorin Vera Jäger für die umsichtige Planung, den beiden TrainerInnen der Nationalagentur „Interkulturelles Zentrum“ für ihre kompetente Leitung und dem Projekt VERA für die enge Zusammenarbeit. Vor allem danken wir aber unseren 23 TeilnehmerInnen und freuen uns darauf, weiterhin von ihren großartigen Projekten zu hören!

"It's easy to move in Europe, but not into it"

Bunte Gedankensammlung zu unserem Zusammenleben in der EU

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