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Kulturlabor Stromboli: Ein bunter Treffpunkt
2018-01-17 10:01
Region Mitte
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Kulturlabor Stromboli: Ein bunter Treffpunkt

Rezepte austauschen und genießen heißts bei den"Asylgerichten" im Stromboli // Foto (c) Kulturlabor Stromboli

Kultur Teilen, Erforschen und Schaffen ist tägliches Brot für das Kulturlabor Stromboli. Vielfältigkeit wird dabei großgeschrieben – unter Beteiligung von geflüchteten Menschen.  

Weit über die Ortsgrenzen von Hall in Tirol hinaus gilt das Kulturlabor Stromboli als nicht mehr wegzudenkende Institution. Das Programm des Kultur- und Kommunikationszentrums lässt sich dabei kaum in ein Korsett aus Konventionen zwängen. Von Konzerten, Filmvorführungen, Lesungen, Kabaretts und Kindertheatern ist alles dabei. Besonders interessant ist dabei, wie der Verein um das Kulturlabor AsylwerberInnen in seinen Betrieb miteinbezieht.

Asyl mitdenken

„Im Grunde haben wir keine spezielle Aktion gestartet“, meint Geschäftsführerin Julia Mumelter, „wir haben nur versucht, in unserem Programm und bei unseren Aktivitäten die neu angekommenen Menschen mitzudenken.“ Entsprechend stellt das Haller Kulturzentrum das Thema Asyl nicht in den Vordergrund, sondern bietet lediglich auch für Schutzsuchende einen leichten Zugang, Kultur zu genießen und selbst zu schaffen.

„Die Bedürfnisse von AsylwerberInnen ein bisschen in unsere Inhalte und Abläufe integrieren“: So beschreibt Julia Mumelter die Intention weiter. Wie dies in der Praxis des Kulturlabors aussehen kann, zeigen zahlreiche Beispiele. Einerseits geht es natürlich um eine Aufarbeitung des Themas.  So lud man etwa zur Lesung der Journalistin Livia Klingel in die Kleinvolderberger Unterkunft, der Schriftsteller André Pilz las dank dem Freundeskreis im Kulturlabor und Wolfgang Hundegger & Alexander Sackl führen am 1. Februar durch einen humoristischen Abend zugunsten der Unterkunft Kleinvolderberg.
Diese und viele mehr Veranstaltungen können AsylwerberInnen aus der Umgebung frei von Eintrittsgeld besuchen. Nicht nur das: Wer sich auf der Stromboli-Website ein Veranstaltungsticket sichert, kann bei der Anmeldung angeben, ob er/sie bereit ist, AsylwerberInnen aus Kleinvolderberg mit nach Hall zu nehmen.

Mithilfen und Mitgestalten

Das eine sind also kulturelle und literarische Veranstaltungen. Doch die Vernetzung zwischen dem Stromboli, ehrenamtlichen HelferInnen und AsylwerberInnen geht weit darüber hinaus. So veranstaltet der Freundeskreis vor Ort etwa regelmäßig Kochkurse mit und für AsylwerberInnen, es fanden Hausaufgabenbetreuung statt, und in der Vergangenheit engagierten sich einige geflüchtete Menschen ehrenamtlich – etwa als KöchInnen für Veranstaltungen – im Stromboli. „Es war schön, den Kontakt zu den Menschen zu haben und ihnen eine Aufgabe zu geben,“ erinnert sich Julia Mumelter.

Auf das nächste Event unter Mithilfe von AsylwerberInnen freut man sich besonders. Der Kinderfasching steht an, und viele eifrige HelferInnen aus der Kleinvolderberger Unterkunft sind bereit, das Stromboli passend zu dekorieren, und gemeinsam zu feiern. Außerdem findet am 28.02. wieder der Kochabend "Asylgerichte - Kochen kennt keine Grenzen" statt. 

In seinen Ideen, den Austausch zwischen Schutzsuchenden und Einheimischen weiter zu unterstützen, bleibt das Kulturlabor auch im neuen Jahr auf Kurs. So tauscht sich der Verein etwa laufend mit der Haller Integrationsbeauftragten aus, um einschlägige Projekte verwirklichen zu können. Veranstaltungen mit interkulturellem Inhalt werden von AsylwerberInnen besonders gerne angenommen. Kein Wunder: Hier können sie sich aktiv einbringen, ihre Ideen verwirklichen und vielleicht auch so manche Horizonte einheimischer BesucherInnen erweitern.

Ein großes Dankeschön

Wir von den Tiroler Sozialen Diensten möchten dem Verein Kulturlabor Stromboli herzlich für sein Engagement danken. Zu uns geflüchtete Menschen sind Teil unserer Gesellschaft. Ihre Stimmen, Ideen und Visionen finden durch Initiativen wie diese Eingang in die heimische Kulturszene – und bereichern diese langfristig.

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Über uns

In zahlreichen Tiroler Gemeinden befinden sich Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Für die Betreuung ist die Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) zuständig. Die engagierten MitarbeiterInnen helfen diesen Menschen vor Ort, sich in Tirol einzuleben.

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