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Studie bestätigt erfolgreiche Integrationsmaßnahmen in Tirol
2017-12-13 08:55
Tiroler Soziale Dienste
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Der richtige Weg in der Grundversorgung

Eine Studie der Mixed Migration Plattform zeigt: Tirol ist in vielen Aspekten Spitzenreiter in der Grundversorgung und Integration. Über diese hinaus wünschen sich AsylwerberInnen jedoch mehr Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. 

Grundbedürfnisse von AsylwerberInnen

270 AsylwerberInnen aus dem Irak, Afghanistan und Syrien wurden vom Institut Ground Truth Solutions zu ihrem Leben als Schutzsuchende, ihren Wahrnehmungen, Erfahrungen und ihren Wünschen befragt. Was dabei auffällt: Für viele steht Arbeit und Bildung an erster Stelle, wenn es um die Frage nach ihren wichtigsten Bedürfnissen geht. Um in ihrer neuen Umgebung bald auf eigenen Beinen stehen zu können, wünschen sich AsylwerberInnen, Schulen und Kurse besuchen zu können, Arbeitserfahrung zu sammeln und natürlich Deutsch zu lernen.

N=270, Mehrfachantworten möglich

Geflüchtete fühlen sich willkommen

Bessere Sprachkenntnisse, mehr Kontakt mit Einheimisch und Arbeitschancen sehen Befragte auch als wichtig, um sich mehr als Teil der Gesellschaft zu sehen. Dennoch fühlen sich etwa zwei Drittel in Österreich sehr oder Großteils Willkommen. Betont werden die Freundlichkeit und das respektvolle Entgegenkommen von Einheimischen. Dabei liegt dieser Wert in Tirol besonders hoch. 42% fühlen sich sehr, 31% weitgehend willkommen. Natürlich finden sich hier auch Kehrseiten: 35% berichten von Diskriminierung, 18% fürchten eine unsichere Zukunft.

Österreich: n=270, Tirol: n= 26

 

Tirol als Spitzenreiter in der Grundversorgung

Besonders erfreulich fällt das Ergebnis der Befragung für den Standort Tirol aus. Im Bundesländervergleich liegt Tirol bei zahlreichen Punkten am ersten Rang. So fühlen sich 78% der befragten Geflüchteten von örtlichen Hilfsorganisationen respektvoll behandelt. Auch Beratung über behördliche Zusammenhänge wird als verhältnismäßig positiv gesehen. Angebotene Dienstleistungen deckten dabei die wichtigsten Bedürfnisse an Informationen ab.

n= 26, Angaben in %

Kein Abwarten in der Integration

Als wohl spannendste Erkenntnis geht die Frage nach Beschäftigung hervor. Hier finden 62%, dass sie ihre Zeit im Asylverfahren in Tirol sinnvoll verbringen können. Durch ein flächendeckendes Angebot an Deutschkursen, zahlreiche Möglichkeiten für gemeinnützige Beschäftigung und freiwillige Tätigkeiten können Schutzsuchende bereits erste Schritte zur Integration setzen. „Diese Umfragewerte bestätigen, was wir täglich sehen. Menschen, die zu uns kommen, möchten sich einbringen. Es ist uns besonders wichtig, dass sie das auch von Anfang an tun können,“ betont Geschäftsführer Harald Bachmeier. 

Als Tiroler Soziale Dienste freuen wir uns über diese positiven Ergebnisse für unser Bundesland. Sie zeigt, dass der Einsatz unserer Betreuerinnen und Betreuer für Schutzsuchende, die sich häufig weit über ihre Aufgabe in der Grundversorgung hinaus engagieren, Früchte trägt. Auch geht unser Dank hier an die vielen ehrenamtlichen HelferInnen. Freundlichkeit, respektvoller Umgang, sich willkommen fühlen – zu diesen erfreulichen Rückmeldung tragen Freiwillige als erste soziale Kontakte wesentlich bei. 

Alle Ergebnisse zur aufschlussreichen Studie finden Sie hier:

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Über uns

In zahlreichen Tiroler Gemeinden befinden sich Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Für die Betreuung ist die Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) zuständig. Die engagierten MitarbeiterInnen helfen diesen Menschen vor Ort, sich in Tirol einzuleben.

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